Die hörbare Dosis Inspiration und Wissensvorsprung für das Gesundheitswesen von morgen. Führende Köpfe aus Unternehmen, Politik und Leistungserbringern teilen ihre Insights mit dem Branchen-Insider & Host Dominik Flener.
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#73

KI-Assistenz in der Arztpraxis: Ende der Warteschleife? [>] Daniel Laiminger, One100

Hallo, hier spricht die KI! In vielen Arztpraxen ist das Telefon bis heute einer der größten organisatorischen Stressfaktoren. Patient:innen hängen in Warteschleifen, Anrufe bleiben unbeantwortet und gleichzeitig wird das Praxisteam permanent aus anderen Aufgaben gerissen. Daniel Laiminger, Co-Founder von One100, spricht mit Host Dominik Flener darüber, wie KI-basierte Telefonassistenz den Praxisalltag tatsächlich entlasten kann. Die spannende Frage ist nicht, ob eine KI freundlich ans Telefon gehen kann. Entscheidend ist, ob aus einem Gespräch tatsächlich ein funktionierender Prozess wird. Kann sie den richtigen Termin buchen? Erkennt sie, welcher Arzt zuständig ist? Wie verhindert man Halluzinationen? Und was passiert, wenn die KI eben doch einmal falschliegt? Genau hier zeigt sich, warum Schnittstellen, Prozesslogik und die saubere Einbettung in den Praxisalltag mindestens genauso wichtig sind wie das Sprachmodell selbst. Gleichzeitig wird deutlich: Wer KI einfach „einschaltet“, ohne das Team mitzunehmen, schafft womöglich ein neues Problem statt einer Entlastung. Daniel Laiminger gibt Einblick in die Entstehung von One100, erklärt, warum das Unternehmen seinen ursprünglichen Präventionsansatz verworfen hat und weshalb heute gerade die Patientenkommunikation im Mittelpunkt steht. Highlights dieser Folge: Warum das Telefon trotz Online-Terminbuchung ein zentraler Kanal bleibt Warum Arztpraxen digital dort steht, wo HR-Tech vor zehn Jahren war Was Arztpraxen bei der Einführung von KI plötzlich über ihre eigenen Abläufe lernen Warum ein hybrides Modell oft besser funktioniert als „KI statt Mensch“ Warum Schnittstellen und Prozesslogik oft wichtiger sind als das Sprachmodell selbst Warum die Einführung einer KI-Telefonassistenz auch ein Change-Prozess im Praxisteam ist Was passiert, wenn die KI falschliegt und warum organisatorische Backups genauso wichtig sind wie technische Und wie persönliche KI-Assistenten die Kommunikation zwischen Patient:innen und Arztpraxen langfristig verändern könnten Diese Episode ist für alle, die wissen wollen, was passiert, wenn KI auf echte Praxisprozesse trifft. LINKS ZUR EPISODE Daniel Laiminger auf LinkedIn One100 im Web FEEDBACK & SOCIAL MEDIA Du hast Feedback zu dieser Episode? Schreibe uns gerne an podcast@healthcarechangers.com. Folge dem Host Dominik Flener LinkedIn | Facebook | Instagram Folge dem Healthcare Changers Podcast LinkedIn | Facebook | Instagram
#72

Konzern ohne Bürokratie: Geht das? [>] Lieven Hentschel, ehem. Bayer Austria

Wie verändert man einen hochregulierten Pharmakonzern grundlegend und schafft gleichzeitig mehr Geschwindigkeit, Eigenverantwortung und Kundennähe? Darüber spricht Host Dominik Flener mit Lieven Hentschel, ehemaligem Bayer-Austria-Chef, der die Transformation des Konzerns aus nächster Nähe erlebt und in Österreich mitgestaltet hat. Im Mittelpunkt steht das von Bayer eingesetzte Modell Dynamic Shared Ownership (DSO), das auf den Prinzipien von Humanocracy aufbaut. Hierarchien werden reduziert, Verantwortung stärker in die Teams verlagert und Führung neu gedacht. Doch Lieven Hentschel macht deutlich: Ein neues Organigramm allein ist noch keine Transformation. Entscheidend sind Vertrauen, transparente Informationen, klare Ziele und die Bereitschaft, alte Verhaltensmuster konsequent zu verändern. Die Episode zeigt auf, wo die Grenzen des Modells liegen: Nicht jeder Prozess kann abgeschafft werden, nicht jede Führungskraft fühlt sich in einer selbstorganisierten Struktur wohl und nicht jede Organisation braucht DSO. Was jedoch nahezu jedes Unternehmen hinterfragen kann, ist die eigene Bürokratie. Highlights dieser Folge: Warum Transformation mehr ist als Stellenabbau und Reorganisation Wie Bayer mit Dynamic Shared Ownership Hierarchien und Managementrollen neu denkt Warum notwendige Regulierung nicht automatisch unnötige Bürokratie bedeutet Wie 90-Tage-Zyklen, Outcomes und Feedback schnelleres organisationales Lernen ermöglichen Warum Vertrauen und Psychological Safety entscheidend für echte Eigenverantwortung sind Wie sich die Rolle von Führung vom Entscheider zum Coach und Enabler verschiebt Und warum Österreich aus Hentschels Sicht ein idealer Markt für Experimente sein könnte Eine Episode über Führung, Bürokratieabbau und die Frage, wie Organisationen Menschen tatsächlich mehr Verantwortung übertragen können. LINKS ZUR EPISODE Lieven Hentschel auf LinkedIn Podcast Imperium: Die Bayer Story (Teil 1 von 4) FEEDBACK & SOCIAL MEDIA Du hast Feedback zu dieser Episode? Schreibe uns gerne an podcast@healthcarechangers.com. Folge dem Host Dominik Flener LinkedIn | Facebook | Instagram Folge dem Healthcare Changers Podcast LinkedIn | Facebook | Instagram
#71

KI im Gesundheitswesen - Ohne Problem, keine Lösung? [>] Eva Theiler, inhive Group

Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen: Hype, Heilsversprechen oder echter Hebel für bessere Versorgung? In dieser Episode nimmt Host Dominik Flener gemeinsam mit Eva Theiler, Senior Manager Health & Digital Innovation bei inhive Group, den großen KI-Hype auseinander und fragt: Wo entsteht im Gesundheitswesen wirklich Mehrwert, und wo wird nur die nächste digitale Hoffnung verkauft? Eva Theiler ist Unternehmensberaterin an der Schnittstelle zwischen digitaler Gesundheit und Organisationsentwicklung. Sie hat frühe KI- und Machine-Learning-Anwendungen in der medizinischen Forschung miterlebt, bei Roche Diagnostics im  Technologietransfer gearbeitet und in den USA erlebt, wie digitale Gesundheit in integrierten Versorgungssystemen funktionieren  kann. Ihr Blick auf KI ist deshalb weder euphorisch noch defensiv, sondern vor allem realistisch: KI kann heute schon viel, aber sie braucht die richtigen Daten, sichere Infrastrukturen, klare Verantwortung und konkrete Probleme, die sie lösen soll. Denn der entscheidende Punkt ist nicht: „Wie bringen wir KI ins Gesundheitswesen?“ Sondern: „Welches Problem ist so relevant, dass KI dort wirklich helfen kann?“ Highlights dieser Folge: Warum KI im Gesundheitswesen weniger an Technologie als an Governance, Datenqualität und Organisation scheitert Was Europa und die USA im Umgang mit Gesundheitsdaten unterscheidet Wie KI bei Sepsis-Früherkennung, Triage und Dokumentation echten klinischen Nutzen stiftet Warum Ärzt:innen nicht ersetzt, aber künftig stärker KI-gestützt arbeiten werden Weshalb erfolgreiche KI-Projekte mit kleinen, klaren Use Cases beginnen sollten Warum Patient Outcomes der wichtigste KPI für KI im Gesundheitswesen bleiben Diese Episode ist für alle, die verstehen wollen, wie KI im Gesundheitswesen jenseits des Hypes wirklich wirksam werden kann und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. LINKS ZUR EPISODE Eva Theiler auf LinkedIn FEEDBACK & SOCIAL MEDIA Du hast Feedback zu dieser Episode? Schreibe uns gerne an podcast@healthcarechangers.com. Folge dem Host Dominik Flener LinkedIn | Facebook | Instagram Folge dem Healthcare Changers Podcast LinkedIn | Facebook | Instagram
#70

Vor-Ort-Apotheke: Wie wichtig ist Patientennähe? [>] Karoline Sindelar, Armonia Apotheke

Ist die Vor-Ort-Apotheke ein Auslaufmodell oder der Ort, an dem Prävention endlich alltagstauglich wird? In dieser Episode spricht Host Dominik Flener mit Karoline Sindelar, Eigentümerin der Armonia Apotheke in Wien, über eine Branche, die oft unterschätzt wird: wirtschaftlich unter Druck, politisch streng reguliert und gleichzeitig näher an den Menschen als viele andere Akteure im Gesundheitssystem. Denn während der Versandhandel mit Preis und Bequemlichkeit punktet, hat die Apotheke vor Ort einen anderen Hebel: den direkten Kontakt. Menschen kommen mit akuten Problemen, Fragen oder  manchmal nur dem Wunsch nach Sonnencreme. Genau in diesen Momenten kann durch die richtige Beratung, Prävention und Gesundheitskompetenz gefördert werden. Karoline Sindelar spricht offen darüber, was sie nach der Übernahme ihrer Apotheke verändert hat, warum weniger Sortiment manchmal mehr Wirkung hat und weshalb das Team der Schlüssel für neue pharmazeutische Leistungen ist. Besonders deutlich wird ihr Blick auf das Impfen: nicht als Angriff auf Ärzt:innen, sondern als zusätzliche Möglichkeit, Menschen niederschwelliger zu erreichen und Durchimpfungsraten zu verbessern. Highlights dieser Folge: Warum „Schachtelschubsen“ nichts mit moderner Pharmazie zu tun hat Wie eine Apotheke durch Klarheit, Struktur und Fokus an Profil gewinnt Warum Prävention ein Zukunftsfeld für Apotheken ist Wie Apotheken bei Cholesterinwerten, Impfungen und Gesundheitsfragen früher ansetzen können Warum der Versandhandel nicht das Ende der Vor-Ort-Apotheke sein muss Was Lieferengpässe über die echte Problemlösungskompetenz von Apotheken zeigen Weshalb neue Services nur funktionieren, wenn sie auch finanziert werden Diese Episode zeigt: Die Zukunft der Apotheke entscheidet sich nicht an der Frage „online oder offline“, sondern daran, welchen Wert sie für Patient:innen tatsächlich schafft. Jetzt hören – und entdecken, warum Patientennähe mehr ist als ein Standortvorteil. LINKS ZUR EPISODE Karoline Sindelar auf LinkedIn Armonia Apotheke FEEDBACK & SOCIAL MEDIA Du hast Feedback zu dieser Episode? Schreibe uns gerne an podcast@healthcarechangers.com. Folge dem Host Dominik Flener LinkedIn | Facebook | Instagram Folge dem Healthcare Changers Podcast LinkedIn | Facebook | Instagram ++++++
#69

Wem nutzt moderne Diagnostik? [>] Uta-Maria Ohndorf, Roche Diagnostics

Moderne Medizin ohne Diagnostik ist wie Navigation ohne Kompass. In dieser Episode schaut Host Dominik Flener gemeinsam mit Uta-Maria Ohndorf, Geschäftsführerin von Roche Diagnostics Österreich, auf genau diesen Kompass – von der Molekülebene bis ins eigene Wohnzimmer. Uta-Maria Ohndorf erzählt, wie sie vom „Science-Nerd“ in internationalen Spitzenlaboren zur Verantwortlichen für eines der wichtigsten Diagnostikunternehmen des Landes wurde und warum sie irgendwann beschlossen hat, näher dorthin zu gehen, wo wissenschaftliche Erkenntnisse tatsächlich Patient:innen erreichen. Die beiden sprechen darüber, warum Diagnostik oft als „Hidden Champion im Krankenhaus“ läuft, obwohl in Österreich jährlich über 200 Millionen Tests über Roche-Systeme laufen, und wie sich das Testen entlang der Versorgungskette verändert: vom Zentrallabor über Notaufnahme und Apotheke bis zu Selbsttests zu Hause. Anhand von Corona, dem österreichischen System und dem Beispiel Diabetes mit KI-gestützter Glukosemessung diskutieren sie, was gute Diagnostik leisten kann und was ihr heute noch im Weg steht: fragmentierte Daten, fehlende Erstattungswege für Innovation und ein System, das immer noch zu stark auf „reparieren statt verhindern“ setzt. Highlights dieser Folge: Warum Roche Diagnostics der „unsichtbare“ zweite Arm von Roche ist Wie sich der Weg vom Labor bis zum Selbsttest am Küchentisch sinnvoll ordnen lässt Was Corona über die Stärke – und die blinden Flecken – unseres Systems gezeigt hat Wieso 64 gesunde von 84 Lebensjahren eigentlich zu wenig sind Wie KI Diabetiker:innen hilft, mögliche Unterzuckerungen Stunden im Voraus zu erkennen Woran man seriöse Tests von teuren Lifestyle-Gadgets unterscheidet Welche zwei System-Hebel Uta-Maria sofort umlegen würde Diese Episode ist ein Muss für alle, die verstehen wollen, warum Diagnostik weit mehr ist als „nur ein Laborwert“ und wie sie über Patientenwohl, Kosten und Zukunftsfähigkeit des Systems mitentscheidet. LINKS ZUR EPISODE Uta-Maria Ohndorf auf LinkedIn Roche Diagnostics FEEDBACK & SOCIAL MEDIA Du hast Feedback zu dieser Episode? Schreibe uns gerne an podcast@healthcarechangers.com. Folge dem Host Dominik Flener LinkedIn | Facebook | Instagram Folge dem Healthcare Changers Podcast LinkedIn | Facebook | Instagram